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Großer Porsche-Tag beim ADAC Zurich 24h-Rennen: Der Belgier Laurens Vanthoor hat mit der fantastischen Zeit von 8:09,105 Minuten im Manthey-Porsche #911 die Pole Position geholt und seinen Markenkollegen Sven Müller im Falken-Porsche #44 um 0,417 Sekunden auf Platz zwei verwiesen. Norbert Siedler machte im Frikadelli-Porsche #31 den Dreifach-Erfolg für die Zuffenhausener perfekt. Bester Nicht-Porsche war Maro Engel im Black-Falcon-Mercedes auf Rang vier. Die 46. Auflage des Traditionsrennens beginnt am Samstag um 15:30 Uhr, 45 Minuten vor dem Start erhält Vanthoor noch die Glickenhaus Trophy für den schnellsten Fahrer auf der legendären Nordschleife.

Vanthoor setzt sich im „Ego-Vergleich“ durch
„Es war eine Superrunde. Nach Problemen gestern haben die Mechaniker praktisch die Nacht durchgearbeitet – und heute war es dann super. Es ist einfach unglaublich, diese Strecke für sich alleine zu haben und frei fahren zu können. Einfach irre, aber wunderbar“, schwärmte Vanthoor nach seinem Husaren-Ritt über die verkehrsfreien 25,378 Kilometer auf GP-Strecke und Nordschleife: „In der ersten fliegenden Runde habe ich einen kleinen Fehler gemacht, in der zweiten Runde hat dann alles perfekt gepasst. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Die Pole ist eine gute Ausgangsposition für die ersten Rennstunden – aber auch nicht mehr. Heute ging es auch ein wenig um den Ego-Vergleich – zwischen den Herstellern, den Teams, den Reifenherstellern und natürlich auch den Fahrern. Das Rennen morgen wird lang, da kann 24 Stunden lang jederzeit etwas schiefgehen. Heute war es Spaß. Morgen wird es ernst.“

Der knapp geschlagene Sven Müller war auch zufrieden: „Ich war mega schnell. Die Runde war ziemlich krass. Ich hab alles gegeben, mehr ging nicht. Es hat super viel Spaß gemacht. Ich bin stolz auf den zweiten Platz.“ Für Porsche ist es die erste Pole Position seit 2008 – damals folgte auch ein Sieg.

In Nicki Thiim (Dänemark) im Aston Martin #7 auf Rang fünf und Jesse Krohn im Rowe-BMW #98 fuhren noch zwei weitere Hersteller neben Porsche und Mercedes-AMG in die Top-10. „Es macht so einen riesigen Spaß da draußen alleine zu fahren. Das ist für einen Rennfahrer etwas ganz Besonderes – ein echter Traum“, sagte Nicki Thiim. Der Wochenspiegel-Ferrari #22 folgte auf Platz elf, bester Audi waren die Vorjahressieger vom Audi Sport Team Land mit der #1 auf Rang 15.

Die Jagd nach den insgesamt noch 15 freien Plätzen für das Top-30-Qualifying war am Nachmittag im zweiten Qualifying durch zahlreiche Unfälle und dadurch ausgelöste Code-60-Phasen beeinträchtigt worden. So blieben den Teams, die sich noch keine blaue Lampe – Kennzeichen der Top-Fahrzeuge – gesichert hatten, nur wenige freie Runden. Eine davon erwischte kurz vor dem Ende Laurens Vanthoor, der im Manthey-Porsche #911 in 8:14,504 Minuten die bis dahin mit Abstand beste Zeit des Wochenende gefahren war. Eine Marke, die später pulverisiert wurde.

Quelle: Text- und Foto ADAC Nordrhein

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