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Der Saisonauftakt der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2016 (RCN), der „Preis der Schlossstadt Brühl“ fand im Rahmen des ADAC Qualifikationsrennens statt und wurde auf der 25,793 Kilometer langen Streckenvariante des 24h-Rennens ausgetragen. Bei teilweise schwierigen Witterungsbedingungen – Sonnenschein und Regen im Wechsel, dazu wehte ein kräftiger Wind – gingen 195 Teilnehmer an den Start. RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „Ein toller Auftakt mit einem vollen Starterfeld. Unsere familiäre GT- und Tourenwagen-Breitensportserie wird auch in diesem Jahr von den Teilnehmern gut angenommen.“

Die RCN-Saison begann mit einer großen Überraschung. Keiner der Topfavoriten – Christopher Gerhard (Viersen, Porsche 991 GT3 Cup) und Marco Schelp (Berlin, Porsche 997 GT3 Cup S) – holte an diesem Tag den Gesamtsieg. Gerhard kam bei einsetzendem Regen nach der ersten Runde an die Box, um Regenreifen zu fassen. Doch die Hebeanlage des Porsche spielte verrückt und der Viersener musste eine Runde im Nassen auf Slicks fahren. Nach einem extrem langsamen Umlauf kam er dann erneut an die Box, wechselte auf Regenpneus und gab dann zur Halbzeit auf. Gerhard: „Ein Manometer an einer Druckluftflasche war defekt. Dadurch habe ich so viel Zeit verloren, dass eine Weiterfahrt keinen Sinn mehr gemacht hätte.“

Wenig später stellte der bis dahin führende Schelp seinen Porsche ab: „Ich hatte mich bei meiner zweiten Bestätigungsgrunde völlig vertan. Zudem brauchte das Team dringend den Endschalldämpfer von meinem Auto für das Qualifikationsrennen. Da habe ich vorzeitig aufgehört.“ Damit war am diesem Tag der Weg frei für die Außenseiter.

Friedhelm Erlebach (Breitscheid, Mini Cooper) nutzte die Gunst der Stunde. Er verzichtete trotz der wechselnden Bedingungen auf einen Reifenwechsel, kämpfte sich durch und hatte am Ende fast eine Minute Vorsprung. „Der erste RCN- Gesamtsieg ist ein tolles Erlebnis. Heute hat alles gepasst. Bei den schwierigen Witterungsbedingungen habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen und keinen Fehler gemacht.“ Sascha Gies/Stefan Göttling (Wallenhorst/Solingen, Honda Civic Type R) kamen ebenfalls sicher durch, siegten in der Klasse RS3 und belegten im Gesamtklassement Platz zwei: „Wir sind fast fehlerfrei durchgefahren und das war heute sehr wichtig. Ein irres Ergebnis.“

Kevin Warum (Schweitenkirchen, BMW M235i Racing Cup) freute sich über Rang drei: „Damit habe ich nicht gerechnet. Nur einmal hatte ich Glück, als ich bei einem Ausrutscher knapp die Leitplanke verpasst habe. Sonst hat alles gepasst.“ Dahinter folgte ein weiterer Cup-BMW. Uwe Ebertz/Gabriele Piana (Sinn/Wiesemscheid, BMW M235i Racing Cup) verpassten Rang drei nur um elf Sekunden. Winfried Assman (Golssen, Porsche Cayman GT4 SC) fuhr ohne Probleme auf Platz fünf in der Gesamtwertung und siegte damit in der Klasse RS7.

Auf den nächsten Plätzen folgten Oliver Boyke (Sassenburg, BMW M3), der dadurch in der Klasse H6 vorne lag, und Marcel Senn (Schweiz, Seat Leon Cupra), dem Sieger der Klasse RS3A. Albert Egbert (Riesenbeck, Porsche 991) siegte in der Klasse V6 und landete zugleich auf Rang acht in der Gesamtwertung.

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Der Neunte im Gesamtklassement war gleichzeitig der erste Tabellenführer in der RCN 2016. Stephan Reuter (Erftstadt, VW Golf GTi) gewann die H3, die mit 17 Startern größte Klasse bei der Auftaktveranstaltung. „Ich bin mit Slicks durchgefahren. Das war zwar teilweise ein Problem, aber gleichzeitig auch die beste Lösung an diesem Tag.“ Den letzten Platz in der Top 10 holte sich Marc Roitzheim (Bad Neuenahr, BMW M3). Damit lag er auch in der Klasse V5 vorn, die mit 16 Fahrzeugen besetzt war. Die Titelverteidiger Christian Büllesbach/Norbert Fischer (Königswinter/Köln, Porsche Cayman), die in der gleichen Klasse antraten, hatten keinen guten Tag erwischt. Sie wechselten mehrfach Reifen, hatten mit dieser Taktik aber keinen Erfolg und kamen so auf Rang sieben in der V5.

Kevin Küpper/Bernd Küpper (Hürtgenwald, BMW 325i) lagen in der Klasse V4 vorn, dort waren 15 Autos am Start. Schulten/Ludger Henrich (Hamminkeln/Schmitten, Opel Astra), die mehrfachen RCN-Meister, holten sich am Ende den Erfolg in der Klasse V3, die mit 12 Starter gut besetzt war. Henrich: „Bei den Bedingungen hat unser Leistungsnachteil keine Rolle gespielt. Ich habe sogar den Fehler gemacht und bin die zweite Hälfte auf Regenreifen gefahren. Trotzdem haben wir den Klassensieg geholt. Ein guter Auftakt.“

In der RCN Light hieß der erste Tagessieger Burkhard Bock (Cuxhaven, Opel Ascona). Da er aber nicht fest in der RCN fest eingeschrieben ist, übernahm zunächst Marcel Baumann (Aachen, VW Golf) die Führung in der Light-Wertung.

RCN Rennleiter Hans-Werner Hilger: „Ein toller Auftakt in die neue Saison. Trotz des großen Teilnehmerfeldes hat die Organisation fast fehlerfrei geklappt. Darüber hinaus waren die Teilnehmer heute sehr diszipliniert. Es gab kaum schwere Unfälle. So kann es in dieser Saison weitergehen.“ 

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